Selbst & Sein

Dies ist eine Unterseite, welche insofern von den vorangegangenen Seiten

abweicht, weil sie die Versuche von Sachbeschreibungen verlässt. An dieser Stelle können nur persönliche, subjektive Schlussfolgerungen gezogen werden, die niemand gezwungen ist zu teilen.



 

Das menschliche MODELL

nach der Kabbala

   Nur zur Anregung der Phantasie wird hier unverbindlich das gröbste Modell eines vorstellbaren, biblischen Menschen gezeigt.

    Zwischen dem Baum des Lebens im Vordergrund und dem ganz hinten befindlichen Baum der Erkenntnis wirken die verborgenen, inneren

planetarischen Kräfte, innerhalb der menschlichen Organe und der schier unendlichen Verbindungen unter-einander, mittels der vier Elemente Erde-Wasser-Feuer-Luft.


 

GOTT - GRAVITATION

   Zunächst soll die Vorstellung für ein individuelles Menschenbild und

besonders die Kraft dahinter vorgestellt werden, wie es aus allen bisherigen Kapiteln abgeleitet werden könnte. In Folge von Zusammenkünften unzähliger Wissenschaftler verschiedener Nationalitäten, ist es durch jahrhundertelange Untersuchungen und folgenden Symposien gelungen, ein Menschenbild zu zeichnen,

an der eine wesentliche, unbekannte aber existenzielle Kraft unentdeckt geblieben ist! Dieser Kraft hat man, bevor kein besserer Begriff gefunden wird die Bezeichnung GOTT gegeben.

 

   Niemand scheint sich darüber aufzuregen,  dass es für die bisher unbekannte physika-lisch-chemische Kraft, die wohl unseren

gesamten Kosmos,  unser Leben prägt und

zusammenhält einen allgemein gebräuchlichen Begriff gibt nämlich: SCHWERKRAFT oder GRAVITATION.


MENSCH & SELBST

   Noch einmal: Es geht in der gesamten Abhandlung nicht um Religion oder Glauben. Hintergrund ist die Faszination welches grandiose Menschenbild

erscheint, betrachtet man die Genesis ff. weitestgehend losgelöst von tradierten Lehrmeinungen.

   Kann man sowohl einer psychischen Sechs-Tage-Schöpfung und der

Menschwerdung in den zwei anschliessenden Genesis-Kapiteln folgen, und schliesst sich der Deutung der Zehn Gebote, einerseits als äusserliche "Gesetze", aber andererseits vorwiegend als Innere Weisungen an, erhält dieser, mit allem wirk-lichen Rüstzeug ausgestattete Mensch, so er sich auf den Weg macht, seinen Vorhersehungen folgend, eine grenzenlose Selbst-Gewissheit durch Selbst-Bewusstsein. Mit einfachen Worten gesagt, bedeutet dies, nach den drei ersten Genesis-Kapiteln ist fast jeder Mensch ohne jegliche Einschränkung mit der Anlage einer fortdauernden, grenzenlosen Entwicklung seiner Fähigkeiten

(bis auf vielleicht mental-körperliche Defizite; ein Gegenbeispiel war Stephen Hawkings) auf die Welt gekommen.

   An vielen vorangegangenen Stellen wurde darauf hingewiesen, dass, um

unser SELBST zu entdecken, immer ein Gegenpol oder eine Spiegelung eine

notwendige Voraussetzung war. So, wie die Existenz eines Gottes wohl nur durch das menschliche Bewusstsein erfahrbar sein wird. Der Mensch wird an dieser Stelle als der Leib oder ersatzweise Körper eines Gottes gedacht, den dieser eben nicht hat. So wie ein Gott uns braucht, brauchen wir, sobald wir das Paradies verlassen haben, immer den Gegenpol oder die Reflexion. Beispiele: Das Männliche - das Weibliche, das Helle - das Dunkle und das Selbst - das Fremde oder Unbekannte. Wir haben etwas empfangen, dass wir weiterentwickeln sollen, um es mit einer aufrichtigen Absicht weiter zu geben.

   Mit dem Erkennen dieses doch an sich simplen Prinzips, für das uns eine "schlaue, erdverbundene-lebensnahe Schlange" die Augen geöffnet hat, werden wir in die Lage versetzt in das SEIN kommen.

 

SELBST & SEIN

   Wie die beiden Bäume des Paradieses, die die Polarität abbilden, im unteren Bereich durch eine gemeinsame WURZEL, und im oberen Bereich durch den Glanz des jetzt verbindenden VOLLMONDES (auf unserem Kehl-kopf-Punkt) verwoben sind, müsste unser SEIN, genau durch diese verbindende

Mittelstellung einerseits in Bezug auf einen Gott gekennzeichnet sein. Was ist dann andererseits auf der Gegenseite um einen Kreislauf zu schliessen?

   Die Polarität (= Zahl 2) prägt unser Selbst. Wenn eine Mittelstellung (= Zahl 3) unser Sein prägen soll, bleibt eigentlich nur eine Verbindung (zurück?) in unsere

Umwelt oder unseren Kosmos übrig, was natürlich unsere Mitmenschen mit

einschliesst. Schon im Abschnitt zuvor wurde es genannt. Wir haben Besonderes auf unserem Weg empfangen und wenn wir dazu die "richtige Ein-Stellung" finden, sollte in uns die Bereitschaft geweckt sein, das Empfangene durch viele Arten von Zuneigung oder Liebe weiter zu geben. Unser Selbst ist nur dann ganz und rund, wenn wir das, was wir glauben von dieser Kraft (- eines möglichen Gottes) empfangen zu haben oder eine Gewissheit spüren, auch bereit sind, dieses in vollem Maße weiter zu geben. Dann sind wir im SEIN.

   Das Erstaunlichste könnte die Erfahrung werden, dass wir diese Kraft-Gottes nicht mehr im Irgendwo oder Nirgendwo suchen oder verorten müssten, sondern in uns selber entdecken könnten.

   Sein ist grenzenlos.

 


RESÜMEE

Wir schreiben das Jahr 2018 und müssen leider feststellen, dass das SEIN

gerade in höchstem Maße leidet. Die Schöpfer der ersten drei Kapitel der Genesis in Verbindung mit den Zehn Geboten haben diese Diskrepanz

zwischen dem ICH und dem WIR schon weit vor unserer Zeitrechnung erkannt.

Das überbetonte Selbst vergisst oft, wie notwendig es wäre

Dinge zu opfern, die der Mitmenschlichkeit, unseren Mitgeschöpfen

und Vielem mehr zugute kämen.

 

Ein kurzes Lakota (Sioux) Gebet sagt:

 

MITAKUYE OYASIN

 

Für alle meine Verwandten

.... dies umschliesst ... die Menschheit, die Tiere, die Pflanzen,

die Steine (Grosse im Himmel ... Berge ... Staub unter den Füssen),

das Wasser, das Feuer, die Luft

.....

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