GENESIS - KAPITEL 1


Genesis 1, Erster Tag
Genesis 1, Erster Tag

 

  VORAUSSETZUNGEN

zum Verständnis der Genesis sind aus Naturbeobachtungen abgeleitete Überlegungen, die zu einem Ordnungsschema geführt haben.

Sie sind die Basis für das Schema,

der sogenannten sechs Tage

Deren Grundlage ist die antke

4 Elemente-Lehre.

Auf die spezifische Verteilung

Tage-Elemente wird an den jeweiligen Tagen eingegangen.

 

 

 

 

 

Detaillierte Erklärungen finden sich an geeigneten Stellen.

 

Die Vorstellung und Entwicklung der psyche

    Es dürfte unzweifelhaft sein, dass jeder Mensch aus zwei Erscheinungsformen besteht. Die eine "Erscheinnungs-Form" bezeichnen wir als seinen Körper, Sinnbild für Außen, und die andere ist im biblischen Sinne seine Seele, die auch  als Innen-Welt bezeichnet wird. Heute verwendet die Wissenschaft für diesen inneren Bereich des Menschseins den Begriff PSYCHE. Auf eine absolute Trennschärfe unter den Begriffen kann hier verzichtet werden.

   Zurückgedacht in die Zeit rund sechshundert Jahre vor Christi Geburt haben sich vernunftbegabte, intelligente Menschen über diese beiden Erscheinungs-formen ihrer Spezies, viele Gedanken über einen langen Zeitraum gemacht. Dies wird bestimmt zu einem umfangreichen und besonderen Fundus an speziellem Glauben und Wissen über die sichtbare und unsichtbare Seite des Menschen beigetragen haben. Seine Psyche wird von verschiedenen Einflüssen räumlicher und zeitlicher Art geprägt werden. Die Psyche ist demnach der als wandelbar zu bezeichnende Teil des Menschen beiderlei Geschlechts.

   Fasst man diese Erkenntnisse zusammen, dürfte klar geworden sein, dass bei der Niederschrift von Genesis 1 und Genesis 2/3, die innere, unsichtbare Idee oder die Psyche des Menschen, vor einer alten Mythe über die Erschaffung eines ersten körperhaft-sichtbaren Menschenpaares zu stehen hat. Das beispielhafte Menschenpaar, dass geschaffen wurde um in die Welt hinaus zu treten, musste bereits die latenten Fähigkeiten seiner Entwicklung durch Erkenntnisse besitzen.

   Diese IDEE ist der Inhalt von Genesis 1 oder der "Schöpfungsgeschichte", die keinesfalls die Erschaffung des Planeten Erde mit Flora und Fauna beschreibt. Wird Genesis 1 nun mit "Die Erschaffung der Welt" überschrieben führt dies in die Irre. Nur wenn damit die Erschaffung der Innenwelt des Menschen gemeint ist, die in sechs Tagen vonstatten geht; deren Tage wiederum ein Synonym für einen bestimmten Abschnitt oder eine Konditionierung ist, die durch bildhafte Eigenschaften (Metaphern) über Pflanzen und Tiere transportiert werden, wird mit Sicherheit der Sinngehalt der drei Teile der Genesis erfasst werden können.

   Die menschlichen Psyche wird belebt durch vier Stufen oder Ebenen einer Bewusst-Werdung, die in einem Bewusst-Sein mündet. Diese vier Ebenen des Bewusstseins entsprechen der antiken Vier-Elemente-Lehre. Die vier Ebenen des Bewusstseins sind: 

Un-Bewusstsein - Unter-Bewusstsein - Bewusstsein - Über-Bewusstsein.

 

   Das, was in Genesis 1 geschaffen wird, sind abstrakte Bilder, keine Objekte.

Sie erreichen unsere Sinne. Wenn jemand "Baum" sagt, was Gott tut, hören Sie dies und Ihr Gehirn wandelt dies zu einem inneren Bild von einem "Baum", und der Gott, oder Sie, können dies dann im übertragenen Sinne sehen. In Genesis 1, am Ende des sechsten Tages, ist demnach kein äusserer Körper einer Person, sondern die vollkommene, innere Beschaffenheit eines weiblichen oder männlichen Menschen erschaffen worden (Als Mann und Frau schuf er sie).

   So, wie die innere Beschaffenheit des Menschen, oder, wie seine Psyche zur Zeit der Genesis gedacht und beschrieben wurde, dürfte sie auch noch heute ihre Gültigkeit besitzen. Dies bis in das kleinste Detail zu durchleuchten kann hier nicht geleistet werden. Siehe unten: RESÜMEE.



GENESIS 1

 

OBJEKTE TAG 1

Licht = Blitz, Spannung, oben-unten

Finsternis = Leibinneres

Urflut = Bewegung

POLARITÄT:

Tag/Licht = Äusseres, sichtbar

Nacht/Dunkel = Inneres, unsichtbar

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

OBJEKTE TAG 2

Gewölbe unten = Brust-, Bauchraum

Gewölbe oben = Schädel, Himmel

Wasser oben = Gehirnwasser

Wasser unten = Leibflüssigkeiten

Trockenes Land = Eigenliebe

 

 

OBJEKTE TAG 3

Junges Grün = Erste Liebesform

Pflanzen und Bäume = Gesteigerte         Liebesformen

Früchte und Samen = Übertragung

       von Liebesformen auf seine

       Mitmenschen

  

 


 

 

OBJEKTE TAG 4

Lichter = Einsichten* aussen/hell

Himmel = Zeichen/Ordnung

Nacht = Einsichten* innen/dunkel

Licht/Finsternis scheiden/herrschen

= Rhythmus und Zeit

 

 

 

 

OBJEKTE TAG 5

*Seetiere = Einsichten im Wasser

*Vögel = Einsichten über Land, am

Tag (Adler) in der Nacht (Eule)

 

 

 


 

 

OBJEKTE TAG 6

Landtiere, Vieh, Kriechtiere *

Gott (pl. uns) macht die Menschen

Herrschen = überschauen = Erde, Wasser und Luft. *Tiere mit Augen die über Land und in die Luft sehen.

Übergabe = Der Gesamtheit aller geschaffenen Objekte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

VERBINDUNGEN

GENESIS - EXODUS:

 Exodus 20, 8 - Die Zehn Gebote

.... Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel, Erde und Meer gemacht und alles, was dazu gehört; am siebten Tage ruhte er. Darum hat der Herr den Sabbattag gesegnet und ihn für heilig erklärt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Diese Website dient einem umfassenden Überblick. Detaillierte Textanalysen gibt es auf Anfrage.

 

 

 


erster tag

  Ein "wahrer" Tag kann hier nicht gemeint sein, denn die Tage, als eine Folge vom 24 Stunden-Rhythmus der Himmelserscheinungen, der Lauf von Sonne, Mond und Sternen, werden erst am 4. Tag erschaffen. Also muss dann auch das Licht des ersten Tages eine andere Quelle haben. Als himmlisches Licht bleibt einzig der Blitz übrig, unwahrscheinlich wäre das Polarlicht. Die Energie des weißlichtigen Blitzes verdichtet sich auf seinem Weg durch die Spektralfarben zu grau-brauner Materie oder ERDE.
   Daher wird dem ersten Tag, innerhalb der alten jüdischen 4-Elemente-Lehre, die ERDE zugewiesen. In der oben beschriebenen Bewusst-Seins-Stufe ist es das Un-Bewusstsein oder die INTUITION. Diese wirkt auf der physischen Ebene fast ausschliesslich im dunklen Leib, einem starr-festen Zustand vergleichbar.  Andererseits kann die Intuition zu blitzartigen "Bauchentscheidungen" führen. Alles in der Genesis und ihre psychischen oder seelischen Beschreibungen sind ganzheitlich zu sehen und zu verstehen.
   Das physische Element Erde, die Intuition mit ihrer symbolisch augenlosen, daher starren Einsichtigkeit des Un-Bewusstseins ist geschöpft.
   Der erste Tag neigt sich in die Nacht.

 


zweiter Tag & DRITTER TAG

   Der zweite Tag beginnt mit Scheidungen. Zunächst am zweiten Tag: Wasser unten und Wasser oben. Ein Himmel wird genannt. Danach, am dritten Tag, soll sich das Wasser sammeln, damit das Trockene sichtbar werde. Dies ist ein klarer Hinweis auf eine Verbindung zwischen diesen beiden Tagen.

   Wenn die Zusammenfassung zweier Tage noch einmal geschieht, lassen sich die 6 Tage auf die 4 Elemente verteilen. Dem wird so sein. Siehe 4. und 5. Tag.

  

   Bereits oben wurde erwähnt, dass das Wasser des 2. Tages in den dritten Tag

"hinüberschwappt". Mit dem an beiden Tagen angesprochenem Wasser, diesem flüssigen Element wird die nächste Stufe des Bewusstseins erreicht. Die "Welt" der Gefühle reicht vom stillen See bis zum tosenden Ozean. Ein Gegensatz ist das trockene Land (2. Tag), dass jetzt junges Grün,  Pflanzen und Bäume und Früchte mit Samen hervorbringen soll. Die "Welt" der Flora beschreibt Liebesformen.

   Wir kennen das gewaltige "Gefühls-Chaos", dass vom "Ego-Trip" bis zu der  Hinwendung zu Empathie oder Liebe reichen kann..

   Das flüssige Element Wasser, die "Welt" der Gefühle, schwankend zwischen  himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt. Mit diesen Gegensätzen ist die Ebene des Unter-Bewusstseins geschöpft. Der dritte Tag neigt sich in die Nacht.

 


Vierter Tag & fünfter tag

   Der vierte Tag beginnt mit Erhellungen. Die wiederum Scheidungen oder Polaritäten beinhalten, Tag und Nacht. Andererseits geben sie einen Rhythmus vor, das heisst, sie dienen der Bestimmung von Festzeiten, von Tagen und Jahren. Ausserdem ist von Erleuchtungen und herrschen die Rede.

   Die Verbindung zwischen dem vierten und fünften Tag ergibt sich, wenn man die Struktur beider Tage analysiert, das heisst, an beiden Tage werden durch Unterscheidungen logische Zusammenhänge freigelegt.

   Der vierte Tag gliedert, rhythmisiert die Zeit. Der fünfte Tag beschreibt die Erschaffung von Tieren im Wasser und Vögeln am Himmel, die über Land fliegen und die sich dort auf dem Land vermehren sollen. Die Tiere des fünften Tages gliedern durch ihre unterschiedlichen Einsichtigkeiten den Raum.

   Das beherrschende Element beider Tage ist die Einsicht in Gegensätze, oder logische Verknüpfungen von Inhalten, mittels des eigenen Verstandes, auf verschiedenen Ebenen durchführen zu können. Dieser Fähigkeit wird das "Element" Feuer zugeordnet. Feuer wandelt Materie in Wärme und Licht. In der "Welt" des (heiß-kalten) Verstandes liegt die Fähigkeit logische Transformationen durchführen zu können. Damit ist die nächste Ebene, die des Bewusst-Seins entstanden. Der fünfte Tag neigt sich in die Nacht.

 


Sechster Tag

   Der sechste Tag beginnt, mit der Hervorbringung von allen Arten, jetzt auf dem Land, von Wesen, Vieh und Kriechtieren des Feldes und auf dem Erdboden. Dann sprach Gott, lasst uns, Menschen machen. Diese sollen über alle Tiere, zu Wasser, am Land und in der Luft herrschen. Danach werden diese Menschen als Gottes Abbild, als Mann und Frau geschaffen. Sie erhalten Gottes Segen und den Auftrag sich zu vermehren und über alle Tiere zu herrschen. Im nächsten Schritt geschieht diese Übertragung mit den Pflanzen, Bäumen und ihren Samen und Früchten. Den Tieren zu Lande und in der Luft werden die grünen Pflanzen zur Nahrung übergeben.
   Gott überträgt Dinge auf die Menschen - da sie sein Abbild sind. In diesem unsichtbaren Vorgang des göttlichen Übertragens verbirgt sich das transparente „Element“ Luft oder die Überhöhung in ein Über-Bewusstsein, welches auch Spiritualität genannt werden kann. Der sechste Tag neigt sich in die Nacht.


   Da die Woche aber auch einen siebten Tag hat, müsste dieser jetzt beschrieben  werden. Es findet an diesem Tag jedoch keine Schöpfung mehr statt. Auch kennt der siebte Tag keinen Abend und keinen Morgen.

   Nach der Bezifferung gehört der siebte Tag zu Genesis 2 .

 


GENESIS 2 - SIEBTER TAG - SABBAT

   Zunächst wird aus dem zuvor Festgestellten der Schluss gezogen, dass mit dem Ende des sechsten Tages die Einschreibung der gesamten psychischen

Konditionierung des Menschen beiderlei Geschlechts abgeschlossen ist.

   Ferner, um die ersten drei Kapitel der Genesis besser zu verstehen muss man nach inhaltlichen Erklärungen für den Sabbat suchen. Die Verbindung findet man in EXODUS 20, 8-11, der Übergabe der Zehn Gebote an Mose. Denn dort  gibt es auch den Rückschluss zum siebten Tag in Genesis 2, 1-2a. < linke Spalte.

 

   Anhand der zweimaligen Übergabe der zweiseitigen Tontafel an Mose in Exodus lassen sich zu dem hier Behaupteten weitere Belege finden. Am Ende von Kapitel 3 wird auf die Bedeutung der Zehn Gebote und dem Verständnis der Genesis 1 bis 3 genauer eingegangen. Link unten.

 


Resümee

   In einer vorliegenden, genauer beschreibenden Druckfassung zur Genesis 1-3 wird das, was an den sechs Tagen in vier Ebenen in jeden Menschen aufgeladen wurde POTENZIALE genannt. Diese Potenziale der sechs Tage bleiben solange verborgene, innere und wirklose Kraftquellen, bis sie durch Erweckungen oder Spiegelungen im Gegenüber zu einer Entfaltung und damit zur Bewusstwerdung - oder "Hilfen" - im realen weltlichen Leben gebracht werden können. Die Voraussetzungen, die notwendig sind, um diese Entfaltung der Potenziale zur vollen Wirkung bringen zu können, zeigen sich in den Kapiteln 2 und 3 der Genesis..