RAUM - ZEIT - HINTERGRÜNDE

 

  Bevor die Inhalte der GENESIS (Tora) einer genaueren inhaltlichen Betrachtung unterzogen werden, muss ebenso dem Raum und der Zeit ihrer Entstehung Aufmerksamkeit entgegen gebracht werden. In beiden, in Raum und Zeit, gab es jeweils eine Verdichtung, die von verschiedenen Überschneidungen geprägt war. Als Raum sind andere Länder und Kulturen am östlichen Rand des Mittelmeeres von Bedeutung. Die Zeit einer kreativen Entwicklung der Menschheit gab es sicherlich schon von Anbeginn an, verdichtete sich aber in einer Periode ab etwa 600 vor unserer Zeitrechnung und hielt dabei zunächst bis um das

Jahr 200 bzw. 300 nach der Zeitenwende an. In diesem Raum und dieser Zeit sind die Grundlagen für die Texte der Tora/Genesis geschaffen worden.
   In beiden Fällen der geistig-"naturwissenschaftlichen" Entwicklung, finden sich wenige Zeugnisse, die auf einen Ursprung bei den Israeliten hinweisen. Aber auf Grund ihrer Mittellage und Verbindungen in alle Richtungen, sind die Einflüsse, die sie auf die Tora gehabt haben mit Sicherheit von immenser Bedeutung. Diese Hintergründe aus natürlichen physikalischen und mathematischen Beobachtungen etc. werden bei genauerer Betrachtung der Texte immer wieder durchscheinen. Das, worauf die geistige "Elite" der Israelis ein besonders offensichtliches Augenmerk legte, war die Beziehung zwischen Gott und den Menschen. Dabei nimmt das Licht als eine natürliche Erscheinung eine besondere Rolle ein. Die Raum- und die Zeiteinflüsse zeigen die zwei folgenden Abbildungen. Zunächst die "Mittellage" von Jerusalem, auch wenn es eine Randlage etwas abseits vom Mittelmeer war.

 

   Die genannte Sachbereiche/Wissen in der Abbildung gelten beispielhaft und könnten noch erweitert werden.


   Als ein Beispiel, sowohl für Raum- als auch Zeit-Austausch kann die Zeit des "Babylonischen Exils" und deren Folgen genannt werden. Die schriftlichen Urformen der Tora, die ihre Ursprünge in Persien, durch den jüdischen Priester ESRA erhalten haben sollen, werden durch ihn, 458 vor unserer Zeitrechnung, in Jerusalem in hebräischer Sprache fortgeführt.

 


Aufbau der Genesis

 

   Der folgende Satz wird wohl kaum Widerspruch erregen: "Mit dem Urknall entstanden sowohl Materie und Anti-Materie, als auch die Gravitation".

   Dabei ist der "Urknall" ein Begriff für eine angenommene Ursache und die "Gravitation" ein Phänomen, das sich zwar messbar nachweisen lässt, aber deren "Quelle" unbekannt ist. Warum sollte dann der erste Satz der Tora, bzw. Genesis, ein Gespinst der Phantasie sein?

"Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde." ... liesse sich der Logik folgend, so übersetzen:

Im Anfang=Urknall, Gott=Gravitation,

Himmel und Erde = Antimaterie und Materie.

Eine weitere Entsprechungen für Gott/Gravitation wäre auch der Begriff Kraft, und für Antimaterie/Himmel, als auch Geist.

   Des Weiteren gibt es in natura zwischen dem "Pol" Anti-Materie und dem "Pol" Materie ein Spannungsfeld oder ein sogenanntes Potenzial. Dessen wesentliches Merkmal beruht auf der Spannung zwischen Gegensätzen.

  Dieses Erscheinen von "zwei Polen" findet sich durchgängig im gesamten Geschehen aller drei Kapitel der Tora/Genesis. Ihr jeweiliger Hintergrund wechselt jedoch von Kapitel zu Kapitel und berührt damit eben auch das dazwischen liegende Spannungsfeld, eben das Potenzial in seiner jeweils entsprechenden "Ausführung". Aus dem "Bild" Pol - Potenzial - Pol ist dann ein wirkvoller Dreiklang geworden.

   Wenn wir diesen Dreiklang auf eine horizontale Ebene legen, ist auch eine senkrechte Achse darstellbar. Diese Achse beruht auch auf Gegensätzen, die aber keine "Pole" im gleichen Sinne sind, sondern sich durch einen "fließenden Übergang" auszeichnen, damit verdichtend oder auflösend wirken.

  


Die antike Vorstellungswelt

   Schon um 500 v. Chr. gab es von dem griechischen Philosophen Leukipp die Theorie über den Aufbau der Welt aus "Atomen". Bedeutender war jedoch eine Lehre der vier Elemente. Sie wurde  zu verschiedenen Zwecken (z. B. Alchemie), in verschiedenen Varianten verwendet. Für die Tora/Genesis ist sowohl die Reihe ERDE - WASSER - FEUER - LUFT  in Genesis 1 von Bedeutung, da sie dann einen Auflösungsprozess von fest nach transparent abbildet, als auch in umgekehrter Reihenfolge, den der Verdichtung. Siehe Abbildung zuvor.   

   In der folgenden Tabelle werden die einzelnen sogenannten "Tage" der Tora/Genesis 1 in einen Zusammenhang mit der Psyche und einer Ebene des Bewusst-Seins gebracht. Die einzelnen Begründungen für weitere Begrifflichkeiten erfolgen an jeweils gegebener Stelle.

Was es mit den "Tagen" auf sich hat

    Folgendes muss vor den Einzelheiten in Genesis 1 geklärt werden: Was hat es sich mit den Tagen auf sich? Die ersten drei "Tage" dürfte es logischerweise noch nicht geben, denn die Merkmale eines Tages, Sonne, Mond und Sterne, werden doch erst am 4. Tag erschaffen? Demnach darf unterstellt werden, dass diesen "Tage" ein anderes Merkmal anhaften muss. Zunächst ist klar, die "Tage" dienen einer Gliederung. Dann haftet ihnen noch die Polarität Tag-Nacht oder hell-dunkel an. Es gibt aber kaum einen besseren, natur-nahen Begriff, der diese Doppel-Deutigkeit, der noch andere folgen werden, für uns verkörpert. Die erste Polarität bestand zwischen Himmel und Erde. Die zweite Polarität besteht zwischen Tag und Nacht oder Licht und Finsternis, eben den Merkmalen eines Tages. Dieser Kontrast oder Gegensatz bezieht sich auf den gemeinten Inhalt, der eben als Tag bezeichnet wird. Der jüdische Tag beginnt mit dem Sonnen-Untergang im Westen. Als "geschlossene Einheit" ist die Kreisbahn der Sonne in der Nacht scheinbar gegenläufig. Kommt der Zeitverlauf hinzu, entsteht aus der Kreisbahn eine Sinuswelle. Diese Vorstellungen sind in der Interpretation jeweils zu berücksichtigen. Der siebte Tag der Woche "entfällt", er kennt daher keinen Abend und keinen Morgen und wird auch bereits unter Genesis 2 gezählt.

Hintergrund

   Es soll hier ohne ein "schlechtes Gewissen" gesagt werden, dass in den vorliegenden Untersuchungen und Texten, für einen (theologischen?) "Geistes-Wissenschaftler" überall diverse Ungenauigkeiten aufscheinen mögen. Nur, auch nach mehr als 20 Jahren intensiver Recherche, lässt sich kein Text finden, der auch nur annähernd versucht, sich den Inhalten der Tora/Genesis aus einer Art Vogelperspektive zu nähern, um "das Ganze" im Blick zu behalten und gleichzeitig die vielen kleinen Details der Objekte UND den inhaltlichen Aussagen (Sprache) nicht zu übersehen.

Von ganz besonderer Bedeutung war und ist zu der Einheit finden - die eben in den ersten drei Kapiteln der Tora/Genesis gemeinsam zu beachten sind.

   Aus der nicht nachlassenden Spannung diese vielen Mosaiksteinchen zu fügen sind diese Webseiten entstanden.

Sie können nur einen ganz begrenzten Einblick in das umfangreiche, erarbeitete Material geben.

 

   Jeweils ein Manuskript für das Thema GENESIS (inkl. Kabbala. ca. 110 Seiten, 32 MB.pdf) und eins für das Thema TAROT (ca. 124 Seiten, 150 MB.pdf), die auch versuchen alle Detail- und Textstellen zu erörtern, können nachgefragt werden.